Stadt Gerabronn

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Ansicht der Stadt Gerabronn aus der Ferne
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Wandel der Zeit

13. bis 19. Jahrhundert

Historische Partie am Tor

Um 1234 kam Gerabronn an die Grafen von Hohenlohe. Später war es Sitz des brandenburgischen Kastenamtes Werdeck. 1792 wurde Gerabronn preußisch und kam 1806 an Bayern. Seit 1810 gehört es zu Württemberg. Anfang des 19. Jahrhunderts blühte Gerabronn auf: Aus einem zweitrangigen Verwaltungssitz wurde 1811 bis 1938 die selbständige württembergische Oberamtsstadt. Der Zuzug von Beamten Mitte des 19. Jahrhunderts und von Industriearbeitern um die Jahrhundertwende beschleunigte diesen Wandel nur.

Die Industrieanlagen, die am Rande des ursprünglichen Ortskerns entstanden, veränderten das alte, fast geschlossen wirkende Ortsbild vollkommen. Der Bau der Stichbahn Blaufelden - Gerabronn - Langenburg tat sein übriges: Die Stadt breitete sich kontinuierlich nach Norden Richtung Bahnhof aus und integrierte bald das anfangs noch isolierte Viertel um die Bahnstation. Es entstand eine lang gezogene Straßensiedlung, die Bahnhofstraße, deren Mischung von Wohn- und Geschäftshäusern, von Gewerbebetrieben und Verwaltungsgebäuden heute noch sichtbar ist. Auch links und rechts der Straßen Richtung Beimbach, Blaufelden und Amlishagen bildeten sich Wachstumszellen für die aufstrebende Kleinstadt. Wesentliche Impulse zum wirtschaftlichen Aufstieg gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen hierbei vom jüdischen Bankier, Fabrikanten und Gerabronner Ehrenbürger Israel Landauer (1843 bis 1913) aus.

Zu den Gebäuden aus der damaligen Zeit zählen das alte Progymnasium neben der evangelischen Stadtkirche, das Bezirksgefängnis mit Landjägerstelle, die Hohenlohische Präservenfabrik Landauer & Co. (die spätere Schüle-Hohenlohe AG), das Bezirkskrankenhaus, das Sägewerk der Holzindustrie Gerabronn, die Oberamtspflege, das Rathaus, die Buchdruckerei Albert Wankmüller, die Seilerwarenfabrik W. Harant, das alte Postgebäude und schließlich das Zollamt. Neben diesen Unternehmen und Behörden entwickelten sich zahlreiche Handwerksbetriebe zu kleineren und mittleren Gewerbebetrieben. Die dadurch ausgelösten An- und Umbauten der Werkstätten veränderten das Stadtbild vor dem Zweiten Weltkrieg zusätzlich.

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Stadt Gerabronn | Blaufeldener Straße 14 | 74582 Gerabronn | Fon: 07952/604-0