100 JAHRE NUDELBURG SCHÜLE-HOHENLOHE IN GERABRONN ( 1914 bis 2014 )

Von Hagen Werner

 

Als eine der wichtigsten Industriedenkmale, wenn nicht sogar das geschichtlich wichtigste im Kreis Schwäbisch Hall, gilt die Schüle-Hohenlohe in Gerabronn. Diese Firma war früher der wichtigste Arbeitgeber im Landkreis.

Im Jahr 1889 wurde die Hohenlohe´ sche Präservenfabrik Landauer & Co. in Gerabronn, die spätere Schüle-Hohenlohe AG, durch den Bankdirektor Israel Landauer gegründet, welche am 27.11.1897 in Hohenlohe´ sche Nährmittelwerke AG umbenannt wurde. Ab 1903 wurde eine Gemeinschaftsverwaltung zwischen der Hohenlohe´ schen Nährmittel AG und der Casseler Haferkakao-Fabrik Hausen und Co. AG vereinbart und der Sitz von Gerabronn nach Kassel verlegt.

  

Im Jahr 1912 wurde mit dem Bau des Mühlengebäudes begonnen. Das Gebäude wurde damals als Getreidelager genutzt. Derzeit wird das Gebäude als Lagerhalle für Tee (Im Volksmund wird von „Tee-Hallen gesprochen) genutzt. Das Grundstück hat eine Grundstücksfläche von 41.500 qm und eine Nutzfläche von 2.800 qm.

Am 1.8.1914 wurde die neue Mühle mit Löschwasserturm der Hohenlohe´schen Präservenfabrik eingeweiht. Somit feiert das Mühlengebäude im Jahr 2014 den 100. Geburtstag.

  

Im Jahr 2000 erwarb die Stadt Gerabronn das Gelände der ehemaligen Schüle-Hohenlohe AG von der Firma Lagerland AG. Das „Schüle-Projekt“ wurde in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Es wurde ein Förderprogramm von 2.000.000 Euro aufgelegt, von dem ein Zuschuss des Landes in Höhe von 1.200.000 Euro gewährt würde. Das „Filetstück“ inmitten der Stadt Gerabronn wartet weiter darauf aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden.

 

Ansicht aus der Bauakte der Hohenlohenschen Präservenfabrik

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